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By: steher2133 An: 10. November 2016 In: Artikel Comments: 0

6 Phasen der Mitarbeiterverhandlung

In der Regel fängt man immer klein an.
Egal welchen Job man beginnt, man muss sich immer erst „reinarbeiten“. Nach einer gewissen Zeit im Job, Studium oder auch Privatleben, kommt man an den Punkt, an dem man seinen Zenit erreicht.
Von diesem bestimmten Punkt aus, ist man plötzlich nicht mehr in der Lage zu wachsen. Man muss also neue Gefilde erschließen. Soweit, völlig alltäglich.

Was aber wenn einem der Weg zu neuen Herausforderungen durch Vorgesetzte versperrt ist, deren Job man gerne selbst hätte und sogar besser und effektiver machen könnte? Wie bringt man seinem Boss bei, dass man es besser weiß? Wie erklärt man, dass man der eindeutig Richtige für einen Job ist und nicht ein anderer? Wie wird man befördert? Wie wird man Boss?

1. ANALYSEPHASE

Egal wie gut du in einer Sache bist…wird diese nicht gebraucht, kannst du damit nicht im Büro punkten. Finde also heraus, woran es im Büroalltag mangelt und was gewinnbringend verbessert werden kann. Suche nach Einbringungsmöglichkeiten die deinem Fähigkeiten und Bewegungsspielraum gerecht werden. Es nützt nichts Finanzprobleme der Firma lösen zu wollen, wenn man kein Verständnis von BWL oder Einblick in die Buchhaltung hat.

2. VORBEREITUNGSPHASE

Ist eine Gehaltserhöhung oder eine Stelle als z.B. Teamleiter, Direktor, Projektleiter oder ähnliches das Ziel, müssen Referenzen dafür gesammelt werden. Ähnlich wie bei einer Bewerbung müssen eindeutige Argumente vorzeigbar sein, warum man für z.B. die neue Stelle geeignet ist. Arbeitsproben, Erfahrungsberichte, Feedback von Kunden, Kollegen und Vorgesetzten. Zudem sollten folgende Fragen schlüssig beantwortet werden können.

– Füllt man sein momentanes Arbeitsfeld komplett aus? Ist man unterfordert?
– Stimmt das Vertrauensverhältnis mit dem Chef?
– Gibt es positiv Beispiele aus anderen Firmen, Abteilungen, Berufen, Unis?
– Was passiert, wenn man nicht befördert wird und die Verhandlung fehl schlagen?

3. INFORMATIONSAUSTAUSCHPHASE

Früher oder später muss das Thema Beförderung, Gehaltserhöhung, Stipendium oder Vertragsverlängerung zur Sprache gebracht werden.
Dabei ist besonders auf eines zu achten – DISKRETION!
Informationen von allen Seiten, von Kollegen und Vorgesetzten, sind für jede Verhandlung wichtig. Allerdings ist es nicht entscheidend, von wem was kommt, wer was von wem hält oder wer was gesagt hat…es geht nur um das WARUM aus der Sicht des Arbeitgebers.

– Warum sollte eine Stelle neu besetzt werden?
– Warum sollte mehr bezahlt werden?
– Warum ist kein anderer dafür geeignet?
– Warum verbessert sich die Situation so auch für den Arbeitgeber?
– Warum kann es so nicht weiter gehen?

4. VERHANDLUNGSPHASE

In den seltensten Fällen führt ein spontanes Gespräch mit dem Boss zum gewünschten Karriereziel. Timing ist sehr wichtig. Je wichtiger man das Thema selbst nimmt und dementsprechend seriös kommuniziert, desto Bewusster wird dem Gegenüber die Ernsthaftigkeit des Wunsches.

Finde einen Termin
Finde einen Ort (am besten nicht die Komfortzone des Chefs – nicht sein Büro oder dein Arbeitsplatz)
Liefere Unterlagen und Argumente

ANGENOMMEN :

Das Ziel der Verhandlung sind 100 Äpfel zusätzlich im Monat.
Verlange 150! Heruntergehandelt wird man immer.

5. ENTSCHEIDUNGSPHASE

Die Entscheidungsphase beginnt im direkten Anschluss an die Verhandlung.
Aber sie endet nicht dort.
Oftmals muss ein Gedanke erst Sacken bevor er Früchte trägt. Erzwinge also keine zu schnelle Antwort, sondern lasse deinem Gegenüber Zeit, über das Gespräch nachzudenken.

6. DAS NACHBEBEN

Scenario 1 – Erfolg

Sollte das Ergebnis der Verhandlung in deinen Augen zufriedenstellend sein, freue dich!
Aber Achtung. Jeder Arbeitgeber wird im Zuge der erfolgreichen Verhandlung nun mehr Verlangen also gewohnt. Man ist aus der Sicht des Arbeitgebers, für eine gewissen Zeit, in einer besonderen Bringschuld.

Scenario 2 – Misserfolg

Schließe Schlüsse aus dem Misserfolg und handle. Finde heraus warum die Verhandlung scheiterte und versuche diesen Umstand für neue Verhandlungen zu ändern.
Ist dies keine Option – ziehe Konsequenzen.

Ich hoffe diese Tipps helfen euch weiter. Welche Erfahrungen mit Vorgesetzten und Verhandeln habt ihr gemacht?

Bleibt unermüdlich,

Stefan Hermann

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