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By: steher2133 An: 11. November 2016 In: Artikel Comments: 0

Jedes Portfolio ist Individuell

und ist direktes Spiegelbild des Designers.
Daher ist es selbstverständlich nicht möglich eine Art „perfektes Portfolio-Muster“ zu kreieren. Aber oft sind es ein paar ganz simple Dinge, die oft vergessen oder nicht beachtet werden und einen großen Unterschied in der Qualität und Authentizität ausmachen.
Folgend findet Ihr 10 Tipps, die euch dabei helfen sollen, eurer Portfolio und eure Bewerbung zu optimieren.

1. WENIGER IST MEHR

Denke stets daran das Firmen ständig Portfolios erhalten und somit schon einiges gewohnt sind. Daher wollen die meisten Firmen kurz und prägnant überzeugt werden. Ein Portfolio mit über 60 Seiten (30 Doppelseiten) sollte bestenfalls nicht überschritten werden. Zumal eine kleinere Auswahl an Projekten im Portfolio, es möglich macht während einem Bewerbungsgespräch viel Neues, bis dahin Ungesehenes, zu zeigen.

2. LOGOWAND

Große Namen haben immer eine Wirkung. Sollte es also Kunden, Firmen, Agenturen oder Projektpartner geben, mit denen man bereits zusammen gearbeitet hat, macht es Sinn dies auch repräsentativ zu zeigen – in Form von Logos. Die Logos der Firmen haben sich bereits so sehr in die Köpfe der Industrie geprägt, das Firmen auf diese stärker reagieren, als auf den geschriebenen Namen selbst.

3. TREFFENDE HEADLINES

Gebt jedem Projekt einen passenden Titel. Es ist darauf zu achten, dass man genau beschreibt welchen Teil des Entstehungsprozesses man übernommen hat. Wenn es sich lediglich um die Grafik eines Produkts, das CAD-Modell oder die Visualisierung handelt, sollte das eindeutig vermerkt werden. Denn Firmen nehmen sich oft nicht genug Zeit das Portfolio zu lesen. Dies kann zu Missverständnissen im Bewerbungsgespräch führen.

4. TEAMARBEITEN

Setze einen Vermerk, wenn mehrere Leute an einem Projekt aus deinem Portfolio gearbeitet haben. Die wenigsten Firmen wollen jemanden einstellen, der sich mit fremden Federn schmückt.

5. EMOTION

Jedes Projekt im Portfolio hat eine Aussage, eine Geschichte. Versuche diese Aussage auf der ersten Seite über dieses Projekt in ein bis max. drei Bildern darzustellen. Verwende dabei, neben der Headline, so wenig Worte wie möglich. Denn die meisten Personen holt man immer noch über emotionale Bilder ab.

6. DER ENTSTEHUNGSPROZESS

Viele Firmen, vor allem internationale Agenturen legen viel Wert auf das „Wie und Warum“ hinter dem Projekt. Also achte darauf, dass nicht nur eine schöne Zeichnung und fertige Renderings das Projekt beschreiben. Was ist der Grund? Welches Problem löst das Projekt? Gibt es Ergonomiestudien? Gibt es Fotos vom Modellbau? Etc.

7. DAS PLUS

Firmen sind stets daran interessiert frische, motivierte Köpfe einzustellen. Daher ist es wichtig, nicht als stupide Arbeiterbiene aufzutreten. Zeige in deinem Portfolio was dir Spaß macht. Was du neben der typischen Projekt-Arbeit tust. Selbstverständlich muss ein Bezug zum kreativen Job vorhanden sein. Malst du? Illustrierst du Comics? Schraubst du gerne an Autos? Baust du Baumhäuser? Reparierst du gerne Dinge?

8. DAS ZEUGNIS

Wenn nicht ausdrücklich verlangt, verzichte darauf dein Zeugnis mit dem Portfolio mitzuschicken. Design ist etwas, das sich nicht in typischen Noten darstellen lässt. Es zählt im Grunde nur was du in der Lage bist zu erschaffen. Dies können langjährige Firmen in der Regel sehr gut beurteilen, ohne das sie vorher eine Bewertung Dritter gelesen haben.

9. EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Es wird sie nie geben und das ist OK. Wenn du also z.B. eine Software nur angerissen hast, mit dieser aber kaum arbeitest, geschweige denn professionell damit umgehen kannst, verzichte drauf sie in deinem Portfolio zu erwähnen. Das gleiche gilt für Hardskills wie etwa Zeichnen, Nähen oder Modellbau. Wenn dir etwas nicht liegt, solltest du nicht deine Zeit und nicht die Anderer damit verschwenden, so zu tun also ob.

10. DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT

Jeder der sich dein Portfolio bis zur letzten Seite ansieht, ist bereits davon überzeugt, dass es etwas Besonderes ist. Dies ist nicht selbstverständlich. Daher sollte man den Lesern stets etwas Dankbarkeit und Respekt entgegen bringen, mit einer Abschiedsklausel am Schluss.

In diesem Sinne – danke ich euch für eure Zeit und hoffe diese Tipps bringen euch etwas weiter.

Bleibt unermüdlich,

Stefan Hermann

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